ChatGPT Ads starten jetzt auch in Deutschland
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Mit ChatGPT Ads wird neben Google Ads, Microsoft Ads und Social Ads zu einem weiteren, relevanten Werbekanal.
Mit einem entscheidenden Unterschied: exakt passende Werbung kann jetzt genau dort erscheinen, wo Nutzer recherchieren, Möglichkeiten vergleichen und Entscheidungen vorbereiten.
Start in 31 europäischen Ländern
OpenAI erweitert ChatGPT-Ads gleichzeitig auf 31 europäische Märkte. Dazu gehören unter anderem Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, die Niederlande, Schweden, Dänemark und Norwegen.
Der europäische Start folgt auf erste Tests in den USA und die anschließende Ausweitung auf weitere Länder.
Wo wird die Werbung in ChatGPT zu sehen sein?
Die Anzeigen werden direkt innerhalb von ChatGPT ausgespielt. Sie können unterhalb einer ChatGPT-Antwort erscheinen und werden klar als „gesponsert“ gekennzeichnet.
- Die eigentliche Antwort von ChatGPT und die Werbung bleiben voneinander getrennt.
- Anzeigen werden zunächst nur Nutzern der Tarife Free und Go angezeigt. Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Nutzer sehen aktuell keine Werbung.
Für Unternehmen ist besonders interessant, dass die Auswahl der Anzeigen nicht nur auf einzelnen Keywords basiert. Berücksichtigt werden unter anderem Kontext und Absicht der aktuellen Unterhaltung. Damit entsteht ein individuelles Werbeumfeld, das näher an der konkreten Recherche- und Entscheidungsphase eines potenziellen Kunden liegt.
Werbung schalten: In Deutschland noch nicht einfach direkt
Zum Start gibt es allerdings eine wichtige Einschränkung: Unternehmen in Deutschland können ChatGPT Ads noch nicht einfach wie Google Ads buchen – über einen allgemein verfügbaren Self-Service-Zugang wie in den USA.
Der eigenständige Zugang über den OpenAI Ads Manager soll für die neuen europäischen Märkte später folgen.
Welche Technologiepartner gibt es?
OpenAI arbeitet beim Aufbau seiner Werbeplattform unter anderem mit etablierten Technologieanbietern zusammen. Offiziell genannt werden:
Adobe, Criteo, Kargo, Pacvue und StackAdapt.
Über diese Partner können Unternehmen auf bestehende Technologien und Prozesse für Kampagnensteuerung, Budgets, Gebote und Werbemittel zurückgreifen. Die Entscheidung, welche Anzeige tatsächlich ausgespielt wird, bleibt dabei beim Anzeigensystem von OpenAI. Wir führen aktuell Gespräche mit den Technologiepartnern über die Konditionen für unsere Auftraggeber.
ChatGPT-Nutzung: Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit
ChatGPT ist längst im digitalen Alltag etabliert. Weltweit nutzen inzwischen schätzungsweise 1,1 bis 1,2 Milliarden Menschen ChatGPT pro Monat.
Zum Vergleich: Google verarbeitet rund 14 Milliarden Suchanfragen pro Tag. Noch ist Google deutlich größer – aber die aktuelle Entwicklung zeigt, wie schnell sich das Such- und Rechercheverhalten verändert. Ganz besonders, wenn man dabei die unterschiedliche Qualität der jeweilige Nutzung berücksichtigt.
Auch in Deutschland wächst die Nutzung
Für Deutschland veröffentlicht OpenAI keine offiziellen monatlichen Nutzerzahlen. Eine GWI-Erhebung kam 2025 auf rund 18 Millionen monatliche Nutzer in Deutschland.
Aktuelle Bitkom-Zahlen aus 2026 zeigen zudem: 58 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren nutzen KI-Anwendungen, 71 Prozent davon ChatGPT. Das entspricht rund 29 Millionen Menschen in Deutschland, die ChatGPT zumindest gelegentlich nutzen.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Menschen suchen Informationen, vergleichen Angebote und recherchieren Anbieter zunehmend über KI-Systeme. Die Prognose: vom Empfehlungsgeber bis hin zum Einkaufsführer.
Für Unternehmen bedeutet das: SEO und SEA bleiben wichtig, müssen aber um GEO und künftig auch um Werbung in KI-Plattformen ergänzt werden.
Ein neuer Werbekanal entsteht
Noch stehen ChatGPT-Ads ganz am Anfang. Trotzdem ist der Start in Deutschland für Unternehmen und Marketingverantwortliche von zentraler Bedeutung.
Denn neben der klassischen Suche entsteht ein neuartiger Kontaktpunkt: der Moment, in dem Nutzer nicht einfach nach einem Begriff suchen, sondern ein Problem beschreiben, Möglichkeiten abwägen und nach einer passenden Lösung suchen.
Genau deshalb lohnt es sich, die Entwicklung jetzt besonders aufmerksam zu beobachten. Sobald der ChatGPT-Ads Manager in Deutschland vollständig im Self-Service verfügbar ist, dürfte der Zugang auch für kleinere und mittelständische Unternehmen deutlich einfacher und erschwinglicher werden.
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